October 21, 2010 von hausphilosoph
Der Teutone als solcher, ist ein einfach gestrickter Geselle. Allzu komplexe Sprachregeln sind nicht sein Ding. Und wer muss darunter mal wieder leiden? Der arme, arme Schweizer! Dieses Desinteresse an der Schweiz – präziser, selektives Interesse an der Schweiz als putzigem Urlaubsland führt also immer wieder zu kuriosen “Mistverständnissen”. Der Sprachliebhaber Bastian Sick hat das in “Schweizgebadet” wunderbar beschrieben…
Zu den unterhaltsamsten, weil peinlichsten deutschen Verhaltensweisen gehört natürlich die fixe Idee, der Helvete würde an wirklich JEDES Wort die Verkleinerungsform -li anhängen. Und so sieht man die kichernden Deutschen durch Zürich latschen. “Schau mal das Sträsli dort… ” Ach ja, der nach Integration-keifende Deutsche im Ausland, das wäre glatt ein Buch wert…
Interessanter Weise gibt es nun auch Begriffe, die gar nicht mehr als Schweizerisch wahrgenommen werden, wie die Ur-Schweizer Erfindung: Muesli!

Jedoch, was ist aus dieser leckeren Getreidemischung vielerorts geworden? Darm-verschliessende Pampe, trockene Flocken oder zuckersüsse sog. neudeutsche “Cerealien” werden aufgetischt.
Dem sei hier also ein jahrelang erprobtes Familienrezept entgegengehalten:
1. Man mische so man hat folgende Zutaten:
- 1 Tasse Kokosflocken
- 4 Tassen Haferflocken
- 1 Tasse Sonnenblumenkerne
- ¼ bis ½ Tasse Sesam
- 1 Tasse gehackte Mandeln
- ½ Teelöffel Honig
2. Ofen 175°C einheizen. Mischung auf einem Blech verteilen und 20 Minuten trocknen.
3. Die weiteren Zutaten erwärmen…
- 1 Tasse kalt geschlagenes Öl
- ½ Tasse Sahne (Wasser [1:3])
- Evtl. 1 Esslöffel Zimt
4. …und zur Grundmischung hinzugeben.
5. Mit reichlich frischen oder getrockneten Früchten nach Gusto zubereiten.
Zum Weiterlesen:
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October 17, 2010 von hausphilosoph
luege / aaluege / zueluege / nöd rede / sicher sii /
nu luege / nüd znäch / nu vu wiitem / ruig bliibe /
schwiizer sii / schwiizer bliibe / nu luege
Eugen Gomringer
Liebevoller hätte ich gewisse Beobachtungen nicht auf den Punkt bringen können…
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October 7, 2010 von hausphilosoph
Ein lohnendes Ziel in der Gegend um den Walensee in der Schweiz ist der Leistchamm in der Churfürsten-Kette. Zum Startpunkt der Tour gelangt man gemütlich per Bus. Der Aufstieg ist nicht sonderlich schwer – nur bei vorherigem Regen sind Teilbereiche ziemlich glitschig…
Aufstieg über die Normalroute.

Wolkenverhangener Gipfelbereich…


Der Hinweis am Gipfelkreuz mag so überflüssig erscheinen wie auf eine Tür “Tür” zu schreiben – bei dichtem Nebel jedoch wird man dankbar sein, den zur anderen Seite…

gehts abbi…

Der Walensee mit dem gegenüberliegenden Mürtschenstock.


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September 15, 2010 von hausphilosoph
In Amden, auf etwa 1000 Metern, 600 Meter über dem Walensee südlich von Zürich gelegen, beginnen zahllose Wanderwege. Unsere Wahl fiel auf den knapp 2000 Meter hohen Speer. Häufig bestiegen, aber trotzdem oft übersehen, da er hinter diversen spektakuläreren Gipfeln in der “zweiten Reihe” steht.
Der Weg vom See bis nach Amden ist weniger zum Wandern geeignet (einige wenige tapfere respektive lebensmüde Radler quälen sich allerdings den steilen Anstieg neben den Autos hoch), sodass die An- und Abreise mit dem Bus das Praktischste ist.

Zu Beginn tut sich immer mal wieder ein Ausblick nach Glarus und zur Linthebene auf…

…bevor der Weg hinter dem Mattstock verschwindet und in eine bizarre Bergwelt aufsteigt.

Der Weg ist gut ausgebaut – nichts für den, der Abenteuer sucht. Dazu sind einfach zu viele Wanderer unterwegs.
Am Gipfel wird man belohnt mit Ausblicken in das Wolken-verhangene Toggenburgerland und umliegende höhere Gipfel der Glarner Alpen…


Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Beim Abstieg fragten wir also in dieser Bergbeiz nach eigenem Käse. Und ja – wir ernteten zwar überraschte Gesichter – wir waren erfolgreich. Nur Knie-schonend ist so ein zusätzliches Kilo Alpkäse bei weiteren 4 Stunden Abstieg allerdings nicht…

Der Rückweg führt um den Mattstock herum an einschüchternden Wänden und Endmöranen vorbei…

über saftige Wiesen zurück nach Amden.

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